Blumengraffiti
Blumen Graffiti nenne ich meine Markierungen mit heimischen Wildblumen im öffentlichen Raum der Stadt. Durch Säen um Alleebäume, Brachnischen und Bahnborde schaffe ich florale Interventionen seit 1984.
Florale Anarchie: Vortrag Landschaftsarchitektur 29.4.2008
**Markierungen im öffentlichen Stadtraum mittels heimischer, heimlich gesäter Wildblumen** Seit bald 25 Jahren sät Maurice Maggi Wildblumen auf Zürichs Strassen, Brachen und Plätzen.Entstanden ist eine wildwüchsige, kaum zu übersehende Blumenpracht. Dabei werden Maggis Spuren besonders von den markanten Malven bezeugt, die imposant ins Kraut schiessen und mittlerweile so manche Strasse in Zürich säumen, was von den Stadtbewohnerinnen und -bewohnern sehr geschätzt wird. Auf städtischem Brachland, Bahnböschungen und Verkehrsinseln wiederum sät Maggi seltene, teils gefährdete Ruderalflora und immer wieder wachsen aus Spalten und Rissen überraschend Blumen. Mit diesen kleinräumigen Eingriffen gedeiht eine Subkultur, die aus der Nische heraus amtliche Vorgaben und Gleichförmigkeit nach und nach unterwandert und verändert. Dienstag 6.Mai 2008 Maurice Maggi | Zürich Gärtner und Koch Einführung: Heike Oldörp Leiterin Grünplanung Stadtgärtnerei Basel Stiftung Gartenbaubibliothek in der Bibliothek für Gestaltung Basel Vorträge Die Vorträge finden jeweils um 18.15 im Vortragssaal der Schule für Gestaltung Basel auf der Lyss statt. Spalenvorstadt 2 | 4051 Basel | Tel 061 267 45 01 08
Schrebergarten-Kunst: Tages Anzeiger vom 12. Juni 2007
Schrebergarten-Kunst aus dem Untergrund
Hoch oben, fast am Waldrand des Zürichbergs, wächst noch bis zum 7. Juli Kunst: Auf der Parzelle 222 des Familiengartenareals Susenberg (gleich links vom Eingang Hanslinweg) hat Christoph Schneider zwölf Künstlerinnen und Künstler auf seinen Pflanzblätz eingeladen. «Blicke ins geordnete Grün» heisst die Ausstellung.
Maurice Maggi (dem Zürich die Malvenblüten um Strassenbäume verdankt) hat «Elmars Traum eines Gemüsebeets» angepflanzt: eine Blockrandbebauung mit Krautstiel, eine Artischocken-City mit aufgestängelten Lauch-Hochhäusern und Slum-Rändern aus altem Federkohl. Die Fahne über der Parzelle zeigt eine gefesselte Mohnblüte von Barbara Müller. Benjamin Gerwoll-Ronca und Marion Ronca haben den Boden abgetragen, als suchten sie dort nach archäologischen Schichten. Auf einem Rasenstück steht ein Gerät von Patrick Hari, das zum Spielen anregt – das aber auch an die erzieherischen Foltergeräte des Kleingartenerfinders Daniel Gottlob Moritz Schreber erinnert. «Blicke ins geordnete Grün» vereinigt Witz, Sinn und Widersinn auf still-subversive Art (weitere Infos unter http://schrebergarten07. hgkz.ch).
Die Ausstellung ist von Freitag bis Sonntag, 14 bis 19 Uhr, zu sehen. Am nächsten Wochenende zeigt das Kino Riffraff Filme zum Thema Garten. (DS)
