Blumengraffiti

Blumen Graffiti nenne ich meine Markierungen mit heimischen Wildblumen im öffentlichen Raum der Stadt. Durch Säen um Alleebäume, Brachnischen und Bahnborde schaffe ich florale Interventionen seit 1984

ecoplace Wincasa AG

04.09.2013 | Blumengraffiti | Guerilla Gardening

Im Juni 2012 begann ich eine Anfrage von Fischer Architekten für ein Konzept einer Umgebungsgestaltung zum Thema "urban farming". Da die Nachbarsiedlung sehr einfach und monoton gestaltet war, wagte ich ein kompromisloses Konzept vorzulegen.

Wollte so dass meine Handschrift nach allen Abstrichen noch lesbar sei. Überraschender Weise hat die Bauherrschaft AXA Immobilien und die Fischer Architekten bis auf die Bienenvölker auf dem Dach an meiner Idee wenig geändert. 

 

Der urbane Nutzgarten

 

Beim betreten des Grundstückes erlebt der Bewohner den kollektiven

Aussenraum als dein seines Eigentum.

 

Alle Bäume und Sträucher geben über das Jahr Früchte, Nüsse und Beeren

für Alle ab. In Nischen und Randzonen wachsen allerlei Küchenkräuter, die alllen zustehen. An den Fassaden wachsen Spalierobst, Reben, Kiwis und Hopfen. Die vertikale Begrünung und deren Nutzung trägt die gemeinsame Verbildung in eine zusätzliche Dimension.

 

Durch lesbare Akzente wird der Aussenraum und dessen Nutzung skizziert.

Die Bedürfnisse der Bewohner gestalten und verändern ihn. Alle tragen so ihre Verantwortung bei und alle ernten mit.

 

Die grünen Flächen um die Liegenschaften wandeln sich und werden durch ihrer Gebrauch von den Mietern gestaltet. Eine Änderung sollte immer möglich bleiben, darum werden keine unnötigen Einschränkungen geplant.

 

Die Grundausstattung soll einladend und etwas verwunschen wirken. Zum Beispiel vor dem Hauseingang bilden eine Pergola  von Trauben ein Vordach.

Dies könnte sich beim Arkadegang hinten punktuell wiederholen.

 

Ein oder zwei Sitzplätze mit Grill und Tischgarnituren bieten im Sommer erweiternden Wohnraum und öffnen zur Begegnung ein.

 

Die Umgebung ist aus gewalztem Merkelbelag und mit Saat von Magerwiese (30cm). Diese keimt da wo keine Nutzung stattfindet, sonst dienen die Flächen für Boule, Federball oder Tischtennis.

Formwilde Humusinsel teilen den Aussenraum und bilden räumliche Inseln.

Diese können für Anbau von Gemüse und Blumen genutzt werden oder verkrauten durch wilde Stauden Saat (bis 180cm). Teils der Humusflächen werden als Hügelbeete monderliert.

 

Schön fände sich ein Bewohner der auf dem Flachdach 3 bis 4 Bienenvölker

hält, dies gebe ein artenreicher „Häderichstrassen“ Haushonig ab.

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Begrünung der West- und Sihlfeldstr

13.03.2013 | Blumengraffiti | Malven

Nach über einer Generation von Stadtautobahn durch Quartier wurde 2012

die West- und Sihlfeldstrasse verkehrsberuhigt.

Dies gab mir Anlass die neuen Baumscheiben mit meiner Ansaat zu begrünen.

Neben meinen traditionellen Malven, säte ich wild Blumen an.

Daneben setzte ich auch Stadtgemüse, bei der Synagoge an der Weststr. Meerrettich,

am Bruppacherplatz Kürbis und an der Sihlfeldstr. Stangenbohnen.

Leider wurde im Juni das Meiste davon ausgejätet.

Aber von der Idee besessen meine erste Weststrassen Kürbissuppe kochen können,

setzte ich nochmals gekaufte Setzlinge. Diese wuchsen auch prächtigt bis sie eines Nachts

geerntet wurden

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Weststr.

12.03.2013 | Blumengraffiti | Malven

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