Blumengraffiti
Blumen Graffiti nenne ich meine Markierungen mit heimischen Wildblumen im öffentlichen Raum der Stadt. Durch Säen um Alleebäume, Brachnischen und Bahnborde schaffe ich florale Interventionen seit 1984.
Lands End. Shedhalle Zürich
Lands End. Landschaft zwischen Bild und Raum
Ulu Braun: Videostill aus „Südwest“
KünstlerInnen: Ulu Braun, Eva Castringius, Matthew Fuller/Graham Harwood, Gabriela Gerber/Lukas Bardill, Dirk Haupt, Verena Maas, Achim Mohné, Sebastian Diaz Morales, Emily Richardson, Michaela Schwentner, Christian Vetter, Jana Winderen
Kuratorinnen: Anke Hoffmann und Yvonne Volkart
20. März – 16. Mai 2010
Eröffung: Freitag, 19. März 2010, 19.00 Uhr
Mit einem Kochevent des Zürcher Guerilla-Gärtners Maurice Maggi
Die melancholischsten Landschaften in der Kunst entstanden, als das Natürliche der Natur als etwas Unwiderbringliches durch die Industrialisierung Bedrohtes erahnt wurde. Noch einmal wurde versucht, den Zahn der Zeit anzuhalten und eine Idylle zu beschwören, die es so – wie dargestellt –, nie wirklich gegeben hat. Das war zur Zeit der Romantik. Wo steht die Landschaft in der Kunst heute, 200 Jahre später, im Jahr der Biodiversität und hybriden künstlerischen Praktiken? Was geschieht, wenn die Kunst beginnt, auch die sozialen, ökonomischen und kulturellen Transformationsprozesse von landschaftlichem Terrain zu untersuchen? Was, wenn Natur und Technik nicht mehr als unvereinbarer Gegensatz, sondern als sich wechselseitig bedingend angesehen werden? Das Ausstellungsprojekt „Lands End“ untersucht Bilder und Fantasien, die heute das Bild der Landschaft bestimmen. Es stellt neue Vorstellungen und Gegenentwürfe vor. Annahme ist, dass Melancholie und Sehnsucht auch heute noch, wo in der Kunst tendenziell eher mit Strategien von Deskription und Irritation, Übertreibung und Widerspruch operiert wird, ein wichtige Rolle spielen und als Momente von Stillstand und Kritik fungieren können. Gerade in einer Zeit, in der sich das Wissen um die Konstruiertheit von Landschaft breit niedergeschlagen und zu einer präzisierten Herangehensweise an das Thema geführt hat, gilt es, andere Denkweisen zu eröffnen. Diese müssen der doppelten Bedeutung von Landschaft als realem Lebensraum und Wunsch-Bild Rechnung tragen. Die eingeladenen KünstlerInnen tun das auf ihre je besondere Weise und machen deutlich, dass wir Bilder brauchen, um die Dinge anders zu sehen.
Öffnungszeiten: Mo-Di geschlossen, Mi-Fr 13-17 Uhr Sa/So 12-18 Uhr
Bei Veranstaltungen sind die Öffnungszeiten durchgehend. Feiertage: Die Shedhalle bleibt geschlossen am Karfreitag, 2. April, und Ostermontag, 5. April.
BUCHPUBLIKATION
Work to do! Selbstorganisation in prekären Arbeitsbedingungen
Hrsg. von Sønke Gau und Katharina Schlieben für den Verein Shedhalle
Gestaltung von Urs Lehni und Lex Trüb
Verlag für moderne Kunst Nürnberg, ISBN: 978-3-941185-76-0,
Deutsch/Englisch, 240 Seiten, 48.– CHF / 29.– €
"Floraler Anarchist" ein Film von Roland Achini
Einladung zur Filmpremière: Samstag, 7. November 2009, 11:00 Uhr im Stadtkino Basel
MAURICE MAGGI – FLORALER ANARCHIST
Ein Film von Roland Achini (27 Min.)
Maurice Maggi meets Richard Reynolds,
the author of the book "On Guerrilla Gardening"
Ein Film von Roland Achini (16 Min.)
DECONSTRUCTING EDEN
«DECONSTRUCTING EDEN» nimmt eine altertümliche annahme, dass der garten eden nach dem sündenfall zerbarst und sich in alle winde verstreute, zum anlass, vorstellungen des idealen lebens, die entfremdete beziehung von mensch und natur und den einfluss der kultur zu erforschen. die sehnsucht nach dem ursprung, dem unschuldigen und den utopien ist beweggrund für viele fachgebiete in details einzutauchen und diesen zustand zu untersuchen, sein verlorengehen zu ergründen und an rekonstruktionen zu basteln. die naturwissenschaft sucht die dinge zu ergründen und zu erklären, die literatur verführt uns mit entzückenden berichten aus arkadien, die philosophie versucht die diskrepanz zwischen natur und kultur zu überbrücken, die esoterik entführt uns nach atlantis, die kunst hält uns den spiegel unserer träume und vergehen vor und ab und an finden sich in kleinen, geschaffenen welten partikel paradiesischer perfektion. das paradies ist synonym für viele dinge geworden: palmenstrände am meer, naturschutzreservate, aussteiger-kommunen, das ferienhaus in italien ... der kleinste gemeinsame nenner ist der private garten: angelegt als ausdruck persönlicher vorlieben, entführt er uns in geheime ideen einzelner, die sich ihr kleines glück dem öffentlichen leben abringen. solitäre naturerfahrungen von einzelgängern bescheren uns erhabene naturerlebnisse durch fernsehen oder bildbände, die uns in mythische gefilde abgleiten lassen. für die ausstellung «DECONSTRUCTING EDEN» verwandelt sich der projektraum exex in ein grosses wohnzimmer mit sofas, sesseln und mit fernsehern, die einen einblick in arbeiten von christian falsnaes und bella angora, catalin dorian florescu, heinrich gartentor, interpixel, aurelio kopainig, maurice maggi, isabel rohner, doris schmid, ulrike shepherd, steffenschöni, symphologic, olga titus und we came in peace geben. nicolas bonstein/symphologic entwickelt für den raum eine soundinstallation. materialien zum projekt > alex meszmer, deconstructing eden – fragments of a perfect life DECONSTRUCTING EDEN mit arbeiten von christian falsnaes und bella angora, catalin dorian florescu, heinrich gartentor, interpixel, aurelio kopainig, hina und maetti, maurice maggi, isabel rohner, doris schmid, ulrike shepherd, steffenschöni, olga titus, we came in peace und einer soundinstallation von nicolas bonstein/pierre-andré aebischer (symphologic) 7. dezember 2007 bis 31. januar 2008 projektleitung alex meszmer und reto müller **deconstructing eden** eröffnung mit einer einführung von alex meszmer. donnerstag 6. dezember 2007, ab 19 uhr maurice maggi/hannes geisser: natur und kultur maggi und geisser im gespräch mit dorothee messmer. donnerstag 20. dezember 2007, 20 uhr toni küchler/remo vetter: der ideale garten küchler und vetter im gespräch mit dorothee messmer. donnerstag 10. januar 2008, 20 uhr catalin dorian florescu: der geschichtensammler florescu liest aus seinen romanen «wunderzeit» und «der blinde masseur». donnerstag 24. januar 2008, 20 uhr kuhn/meszmer/müller: das perfekte leben – fragmente einer anatomie menschlicher strategien performativer vortrag donnerstag 31. januar 2008, 20 uhr








